Kombucha – das älteste Trendgetränk der Welt?

Fermentation Getränk Kombucha Probiotisch {{hidden?'+':'-'}}

23.7.17 |

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Der Ursprung des Getränks liegt im Nordosten Chinas, wo es schon vor mehr als 2000 Jahren aufgrund seinen angeblich heilenden Eigenschaften an Beliebtheit gewann. Über Russland kam das Getränk dann nach Europa. In den 1930er Jahren wurden in einer Studie in der Schweiz die gesundheitsförderlichen Eigenschaften von Kombucha mit deren von Joghurt verglichen, was dem Getränk erneut zu Bekanntheit verhalf.

Seit 1990 gewann Kombucha dann auch in den Vereinigten Staaten an Popularität und heute ist das Getränk vor allem in den USA ein riesen Trend. Laut Forbes sind die Verkäufe grösser denn je und es wird erwartet, dass der Markt weiter wächst. Auch Pepsi sieht das so und hat kurzerhand einen der grossen Kombucha-Hersteller (KeVita) aufgekauft.

Das Getränk ist einerseits in Supermärkten in den Kühlregalen erhältlich – im Whole Foods nimmt Kombucha zum Beispiel bis zu einem Drittel des Functional-Beverages Getränkeregals ein. Andererseits ist es auch in vielen Bars kaum mehr wegzudenken – es gibt offenbar Kneipen, wo Kombucha sogar dem Bier den Zapfhan streitig gemacht hat!

Kombucha Tap
Kombucha Tap

Nun, was hat es sich denn mit diesem Getränk auf sich?
Kombucha wird durch Fermentation mit einer Mischung aus Hefen und Bakterien hergestellt. Auf Englisch kurz "SCOBY" - Symbiotic Culture of Bacteria and Yeast. Dieser leicht schleimig-schwabbelige, pancake-förmige SCOBY – oft vereinfacht auch als Kombucha-Pilz bezeichnet – wird in mit Zucker gesüssten grünen oder schwarzen Tee gegeben und während rund 1 - 3 Wochen bei Raumtemperatur stehen gelassen. Bei dieser Vergärung bauen die Hefen den Zucker zu Kohlenstoffdioxid und Ethanol ab. Die Essigsäurebakterien verstoffwechseln dann den Alkohol zu verschiedenen Säuren.

SCOBY
SCOBY

Kombucha wird in den USA zu den "functional beverages" gezählt, da es durch den Fermentations-Prozess Vitamine, Aminosäuren und lebende Mikroorganismen enthält. Zwischenzeitlich wurde Kombucha sogar nachgesagt, dass es Krebs und AIDS heilen kann. Das war wohl etwas übertrieben. Aber da es auf der Basis von Tee und mit lebenden Hefe- / Bakterienkulturen hergestellt wird, kann man annehmen, dass es zumindest die bekannten gesundheitsförderlichen Eigenschaften von Grün- bzw. Schwarztee sowie von fermentierten, probiotischen Lebensmittel wie Jogurt, aufweist.

GT's Kombucha
GT's Kombucha

Hierzulande sucht man das "echte" unpasteurisierte Kombucha zuweilen noch vergebens in den grossen Supermärkten. Dennoch gibt es schon einige, die zu Hause ihr eigenes Kombucha brauen – oft mit einem SCOBY der unter Freunden geteilt wird.

Sind wir hier nun also im Anfangsstadium des Trends, genauso wie die USA damals in den 90er Jahren?

Oder lieben wir unser Jogurt einfach zu sehr, so dass wir gar keine neue Bifidus-Quelle benötigen? Zumindest wäre Kombucha eine vegane Alternative zu den Jogurts …

 

Titelbild: www.pixabay.com
Bild 1: www.consciouskombucha.com
Bild 2: www.wikipedia.org
Bild 3: www.gtslivinfoods.com

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Andrea

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